Montag, 2. September 2019

2.9.2019 - Ucluelet - Tofino - Pacific Rim NP

Die Hausherrin hat ein super Frühstück mit einem besonders fluffigen Omlett gemacht. Thomas isst ein Toast und trinkt Kamillentee.Um 7 brechen wir auf, ziehen am Visitor Center einen Day's Pass und erkunden die Long Beach. Natürlich ist es wieder nebelig. Das hat aber für mich auch seinen Reiz.

Die aufgehende Sonne erzeugt aber dadurch einen Halo auf der gegenüberliegenden Seite. Den bekomme ich gar nicht auf EIN Foto.
Überpünktlich sind wir beim Bärentourveranstalter und bestätigen unsere Teilnahme. Kurz vor 9 gehen wir mit 15 anderen zum großen Boot.
Das hat den Vorteil, dass wir eine 3er-Reihe für uns haben, wir mit dem großen Ding aber gegenüber den kleineren Zodiaks weniger wendig sind. Mit voller Fahrt geht es erst mal in den Fjord.
Der Halo ist mit dem Nebel wieder unser Begleiter.
Nach einiger erfolgloser Suche, die ich mit dem Fotografieren der Gegend überbrücke...

... entdeckt die Begleiterin eine Bärin mit Jungtier am Ufer - im Schatten.
Das Kleine flüchtet bei unserer  Annäherung sofort - schade. Vielleicht ist die Mutter noch jung und unerfahren und somit eher übervorsichtig und hat es weggeschickt.
Auf der gegenüber liegenden Seite sehen wir noch ein Mutter-Kind-Paar - in der Sonne. Dort fahren wir als nächstes hin. Die beiden sind weniger empfindlich.

Das Kleine ist schon genauso geschickt beim Umdrehen der Felsbrocken auf der Suche nach Muscheln, Krebsen etc. wie die Mutter.
Irgendwann steht dem Kleinen der Sinn nach Nachtisch und es klettert am Uferrand ins  Gebüsch, um dort Beeren zu fressen.
Die Mutter folgt ihm bald danach und verschwindet ebenfalls in dem Busch. Man kann sie nur noch sehen, wenn man weiß wo sie steckt.
Also fahren wir weiter. An einem schön grünen Ufer findet sich ein weiterer Schwarzbär, der Größe nach zu urteilen wohl ein Männchen.
Ich würde sagen, die Tour hat sich gelohnt. In etwas mehr als 2 Stunden 5 Bären - das ist doch was.
Auf dem Weg zurück halten  wir noch an einer Stelle, wo man wohl schon mal Wölfe beobachtet hat - jedenfalls erzählt man uns das. Natürlich sehen wir keine. Dann geht es zurück nach Tofino.
Von dort fahren wir wieder in den Pacific Rim NP und klappern die bisher unberücksichtigten Punkte ab. An Long Beach ist jetzt zur Mittagszeit die Hölle los - und es sieht auch nicht mehr so schön aus wie heute Morgen.Wir wandern dann die beiden Rundkurse des Rainforest Trails, alles über Boardwalks, ...
... viele Treppen herunter und herauf. Sehr schön.
Allerdings sind keine Tiere zu sehen. Eine Spinne im Netz ist - abgesehen von diversen Schnecken - das einzige Tier, das wir sehen.
Am Schluss erkunden wir noch Willowbrae Beach, unweit unserer Unterkunft. Auf dem Weg dorthin sehen wir einen Cedar Waxwing im Baum sitzen.
Auch das ein Trail durch Regenwald hinunter zum wilden Strand.
Eine Vielzahl dieser niedlichen Strandvögel läuft geschäftig am Strand herum.
Entlang des Trails leisten wir einem Hörnchen beim Abendessen kurz Gesellschaft.
Bis 17 Uhr schauen wir uns noch im Ort um, da das Restaurant erst dann auf macht. Ein Veggiewrap für mich und Lasagne für Thomas. Im Anschluss gehen wir noch mal den Leuchttrum-Rundgang. Das Licht ist anfangs ein wenig besser und man sieht Dinge, die man vorher wegen des Nebels nicht
wahrgenommen hat.
Der Leuchtturm sieht nicht viel anders aus als gestern.
Die zweite Hälfte ist aber wieder sehr dunstig ...
...und so gehen wir einfach zum Auto zurück und fahren zur Unterkunft. Die üblichen Dinge erledigen.

Sonntag, 1. September 2019

1.9.2019 - Quadra Island - Ucluelet

Als wir zur Fähre kommen,  steht da schon ein Auto. Die Gebäude sind dunkel, nirgends ein Schalter zum bezahlen zu sehen. Tatsächlich ist die Fährfahrt zurück nach Campbell River wohl schon im Preis für die Hinfahrt inbegriffen.
Ich hatte zwar ein Starbucks in Campbell River für das Frühstück heraus gesucht,  weil ich kein Restaurant gefunden hatte,  das zu der Zeit schon auf hat,  aber dann sehen wir ein "White Spot",  in dem Licht brennt. Das ist wohl eine Restaurantkette, die es nur hier in BC gibt. Wir frühstücken ausgiebig und fahren dann im Regen los in Richtung  Südküste. Es hört während der Fahrt auch kaum mal auf zu regnen. Thomas bekommt leichte Bauchschmerzen also rasten wir kurz und er bekommt Medizin.
Längs des Pacific Highways zunächst wieder KEINE Aussichtspunkte,  dann aber ein Felsplateau,  das an Versaska erinnert,  wenn auch nicht so farbig. Im Regen tobe ich mich auf schlüpfrigem Untergrund erst ohne dann mit Polfilter aus.


Im Regen kommen wir an unserer Unterkunft an und bekommen von der Hausherrin erst mal einiges zum Ort erklärt. Sie bietet an, für uns noch eine Bärenbeobachtung fest zu machen, aber in Ucluelet ist schon alles voll und in Tofino finden wir 7 Uhr zu früh und 10 zu spät.
Wir machen einen Versuch mit dem Rundgang um das Lighthouse, aber es regnet so stark, dass wir das verschieben. Da der Ort selbst nicht viel hergibt, fahren wir nach Tofino. Hier regnet es nicht oder nur sehr schwach. Eine Bärentour-Veranstalterin fängt uns ab. Das Angebot erscheint verlockend, aber wir lassen uns noch Zeit mit der Entscheidung. Wir gehen weiter durch den Ort, entscheiden uns dann dafür, die Tour zu buchen und fahren zurück nach Ucluelet, um nun die Leuchtturmwanderung zu machen. Leider ist es noch sehr diesig, aber trotzdem ist der Rundgang interessant.



Eine Krähe sitzt fotogen Modell ...
... und eine Skulptur liegt auch am Wegesrand (eine liegende Zypresse).
Im Ort essen wir im Boathouse zu Abend.
Leider bekommt Thomas wieder Magendrücken und legt sich früh hin. Sonst hätten wir vielleicht noch eine Bucht in der Nähe erkundet.

Samstag, 31. August 2019

31.8.2019 - Quadra Island - Hiking


Frühstück gibt es im Restaurant der Lodge erst ab 7.30 Uhr. Daher haben wir Zeit, die Aussicht vor unserem Cottage zu genießen – leider kein farbiger Sonnenaufgang, zu viele Wolken.
Der ansässige Seehund ist schon auf Patrouille.
 Wir sind dann die ersten, die zum Frühstück im Restaurant aufschlagen. Ein dunkler Greifvogel – es könnte ein junger Weißkopfseeadler oder aber auch ein Golden Eagle sein – leistet uns Gesellschaft. 
Nachdem wir gesättigt sind, schlagen wir uns mit Hilfe des Hiking Trail Plans des Hotels zu unserem ersten Trailhead zum Morte Lake durch. Es ist eine schöne Wanderung durch einen naturbelassenen Wald (zumindest in zweiter Generation), aber der See ist nicht so prickelnd.
Dafür sichten wir auf dem Hin- und Rückweg tatsächlich eine Eule, die in einem Baum sitzt. Spätere Recherchen haben ergeben, dass es sich um eine "Barred Owl" handelt, eine sehr häufig vorkommende Art.
Das Moos, das wie kleiner Farn aussieht, hat es mir angetan.
Der Weg will  uns zu einem Viewpoint auf dem Berg führen, da aber abzusehen ist, dass es da  nicht viel zu  viewen geben wird, brechen wir das ab und kehren zum Auto zurück.
Mit etwas Mühe finden wir den Trailhead zum Newton Lake und beginnen dann noch unsere zweite Wanderung. Ein Mini-Wasserfall gefällt noch recht am Anfang des Weges.
Dann huscht ein Squirrel am Hang entlang und bietet uns ein Motiv.
Die 3 Seen am Weg und auch der Newton Lake sind zwar idyllisch aber wenig fotogen und meistens auch nicht zugänglich. 
3 Canadier, die vor/hinter uns auch dorthin gingen, gehen im See schwimmen.
Puh, der Rückweg zieht sich dann doch ganz schön. Da man ständig auf den Weg achten muss (Geröll, Felsen, Wurzeln), guckt man eigentlich ständig nur nach unten um nicht zu fallen. Da wird einem ganz dusselig von. 
Kurz vor Ende begleitet uns ein Specht eine Weile.
Wir sind dann doch froh, als wir das Auto wieder erreicht haben.
Wir beschließen, im Hafen der Insel nach einem Restaurant für heute Abend zu suchen, denn das bei uns im Hotel ist heute geschlossen – die haben dort eine Hochzeit. Wir finden nur eine Pizzeria- das wird es dann wohl sein.
Im Cottage machen wir uns einen Kaffee und sitzen draußen in der Sonne, bis sie sich hinter Wolken verabschiedet.
Die Pizza mundet dann später zu einem Phillips Blue Buck Beer (das hatten wir gestern schon probiert und für gut befunden). Am Cottage sind wieder die Deers unterwegs - 5 auf einen Streich.
Als wir am Leuchtturm noch auf einen Sonnenuntergang hoffen, ...
...fährt ein Crusing Ship in der Meerenge vorbei.
Rotes Licht gibt es dann keines mehr und Thomas will morgen früh die 6.15 Uhr Fähre nach Campbell River bekommen. Also ab ins Bett !